WEBDESIGN RUNKEL
51 Prozent der Arbeitsplätze in Runkel liegen im produzierenden Gewerbe. Wer hier eine Website wie ein Schaufenster baut, baut am Bedarf vorbei.
ZAHLEN
Drei Zahlen, die eine andere Aufgabe beschreiben.
51 Prozent der Arbeitsplätze in Runkel liegen im produzierenden Gewerbe. Das Kalkwerk Schaefer in Dehrn arbeitet seit 1860. Das ElringKlinger-Werk hat 375 Beschäftigte, allein ein Fünftel aller Arbeitsplätze der Stadt. Industrie ist hier keine Episode, sondern die Grundlage.
Gleichzeitig pendeln zweieinhalb Mal so viele Menschen aus wie ein, und die Einzelhandelszentralität liegt bei 36. Die 203,3 von Limburg sind das Sechsfache. Wer in Runkel auf Laufkundschaft setzt, setzt auf etwas, das es hier so nicht gibt.
Und Runkel ist keine Stadt mit einem Zentrum, sondern eine Stadt aus Ortsteilen. Wer sagt, er sei aus Runkel, meint oft Dehrn, Ennerich, Schadeck, Steeden oder Hofen. Das klingt wie eine Nebensache und steht dann doch im Weg, wenn eine Seite die Anfahrt erklären soll.
Nicht für den Spaziergänger. Für drei andere Leser.
Geschäftskunden und Einkäufer. Wer bei einem Zulieferer anfragt, prüft vorher, ob der Betrieb existiert, was er fertigt und ob er die Größe hat. Diese Prüfung dauert zwei Minuten und findet auf der Website statt. Fällt sie aus, weil es keine gibt, fällt oft auch die Anfrage aus.
Bewerber. Das ist in einer Industriestadt mit 375 Beschäftigten in einem Werk die härtere Währung. Wer eine Stelle sucht, sieht sich den Betrieb an, bevor er sich bewirbt. Eine Seite, auf der man die Werkstatt sieht und die Leute, bringt mehr Bewerbungen als drei Anzeigen.
Nachbarn und Anwohner. Ein Betrieb, der Lärm macht oder Lastverkehr bringt, hat etwas davon, wenn man nachlesen kann, was dort passiert. Das ist keine Werbung, das ist Ruhe im Ort.
Eine Seite für einen Betrieb in Runkel ist oft kürzer als eine für einen Laden in Limburg und hat andere Teile. Statt Öffnungszeiten und Sortiment: was gefertigt wird, mit welchen Verfahren, in welchen Stückzahlen, welche Nachweise vorliegen.
Dazu eine Seite für Stellen, die auch dann noch funktioniert, wenn gerade keine offen ist. Und Bilder, die die Arbeit zeigen, nicht die Geschäftsführung am Schreibtisch.
Deshalb reicht hier für viele Betriebe das Einstiegspaket zu 1.500 Euro nicht, aber auch nicht die große Fassung. Vier Seiten zu 2.700 Euro ist die Größe, die hier meistens passt: Start, Leistungen, Betrieb, Kontakt. Welche es wird, sagen wir im ersten Gespräch und nicht erst im Angebot.
DER UNTERSCHIED
Eine Industrieseite muss nicht gefallen. Sie muss einen Einkäufer in zwei Minuten überzeugen, dass hier gearbeitet wird.
Runkel liegt rund zehn Kilometer von unserer Tür entfernt. Der erste Termin ist bei euch, und bei dieser Entfernung fällt dafür nichts an.
Dass wir im Werk vorbeikommen, ist hier mehr als Höflichkeit. Man kann eine Fertigung nicht am Telefon beschreiben lassen und daraus eine Seite machen, die stimmt. Man muss gesehen haben, was dort steht.
Was wir nicht tun: ein Kundenportal, eine Lagerverwaltung oder eine Schnittstelle in euer Warenwirtschaftssystem bauen. Das ist Software und eine andere Baustelle. Wenn ihr das braucht, sagen wir das gleich.
RUNKEL IN ZAHLEN
FRAGEN
Das Einstiegspaket 1.500 Euro, eine Seite mit Formular. Für Fertigungsbetriebe passt meist die Fassung mit vier Seiten zu 2.700 Euro, weil Leistungen, Betrieb und Stellen auseinandergehören. Beides Festpreis, schriftlich vor dem Anfangen.
Ja, aber für andere Leser. Einkäufer prüfen vor der Anfrage, ob ein Zulieferer die Größe und die Verfahren hat. Und Bewerber sehen sich den Betrieb an, bevor sie sich bewerben. In einer Stadt, in der 51 Prozent der Arbeitsplätze in der Produktion liegen, ist das der härtere Punkt.
Sie ist meistens die erste Stelle, an der ein Bewerber nachsieht. Was hilft, sind echte Bilder aus der Werkstatt, klare Angaben zu Schichten und ein Weg, sich in drei Minuten vom Handy zu bewerben. Was nicht hilft, sind Archivbilder und das Wort Teamgeist.
Nein. Das ist Software und eine eigene Baustelle mit eigenen Risiken. Wir bauen Websites. Wenn ihr mehr braucht, sagen wir das im ersten Gespräch und nennen jemanden, der es macht.
Für uns nicht. Für die Seite schon: wer euch sucht, tippt oft den Ortsteil ein, nicht Runkel. Das gehört dann auch so auf die Seite und in das Google-Unternehmensprofil.
Nein. Zehn Kilometer berechnen wir nicht. Anfahrt fällt erst an, wenn ein Fototermin dazukommt und der Weg über achtzig Kilometer geht.
Zwei. Danach wird weiter geändert, wenn es nötig ist, aber die zwei Runden sind das, was im Festpreis steht und was in der Praxis reicht.
IN DER NÄHE
In Runkel geht es um Einkäufer und Bewerber. Zehn Kilometer weiter, in Limburg, geht es um Laufkundschaft und eine Zentralität von 203,3. Wer beides mit demselben Text bedient, bedient keines von beiden.
Eine Fertigung kann man nicht am Telefon beschreiben lassen. Zwanzig Minuten am Telefon, dann ein Termin bei euch, dann ein Angebot mit Festpreis.
Zahlen zur Wirtschaftsstruktur und Einzelhandelszentralität: IHK Limburg, Wirtschaftsdaten 2025, Daten MB-Research. Pendler: Bundesagentur für Arbeit über das Hessische Statistische Landesamt. Angaben zu Kalkwerk und ElringKlinger-Werk: eigene Angaben der Unternehmen.
Preise: Festpreis, schriftlich vor dem Anfangen. Kleinunternehmer nach Paragraf 19 UStG, deshalb ohne Ausweisung der Umsatzsteuer. Das Einstiegspaket zu 1.500 Euro ist eine Seite mit Kontaktformular, ohne Fototermin (ab 590 Euro) und ohne Anfahrt. Vier Seiten liegen bei 2.700 Euro, sechs bei 3.100 Euro. Betreuung ab 89 Euro im Monat, nach sechs Monaten zum Monatsende kündbar.